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TIPP VON YVONNE SCHLANGEN

 

Erst vor kurzem wurde es auf die Shortlist des Internationalen Literaturpreises 2024 gesetzt: „James“ - die Neu-Adaption von Mark Twains Roman “Die Abenteuer des Huckleberry Finn”. .

Für Ernest Hemingway war Mark Twains Roman "Die Abenteuer von Huckleberry Finn" aus dem Jahr 1864 schlechthin der Beginn der amerikanischen Literatur. Ganz ähnlich würde wohl sein Urteil über Percival Everetts Neuerzählung mit dem Titel "James" ausfallen.

 

Mark Twains Road Movie über den Außenseiter Huck Finn inmitten einer Welt voll Rassismus und Unterdrückung nimmt die Flucht der beiden ungleichen Protagonisten wieder auf, diesmal allerdings aus der Perspektive von Jim, dem schwarzen Sklaven. Um ungeschoren davonzukommen, verfallen die beiden Jungs in die primitive Sklavensprache der weißen "Herrenmenschen". Nicht so einfach für den philosophisch gebildeten Jim, sich als dunkelhäutiger Mensch bloß nicht falsch zu bewegen oder zu sprechen, um nicht "aus Versehen" erschossen zu werden. Leider hat dieses Thema bis heute nicht an Aktualität eingebußt….

 

Wie Twains Original ist auch "James" eine hanebüchene wie erschreckende Satire auf die US-amerikanische Gesellschaft, himmelhoch lustig und abgrundtief schmerzhaft, kein Abenteuer, keine Absurdität wird ausgelassen. Gleichzeitig ist "James" eine Verbeugung vor Mark Twain, dessen Humor und Mitmenschlichkeit, buchstäblich eine "Fortschreibung" seiner Story über Jim bzw. James. 

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